| "Rechte Meinungsmache Das nationalistische Monatsmagazin "Zuerst" "Zuerst" heißt eine neue Monatszeitschrift, die seit kurzem an vielen Kiosken erhältlich ist. In einer Kleinstadt bei Kiel sitzt die Redaktionsmannschaft. Die Macher sind bekannte Nationalkonservative oder Rechtsextreme wie der Verleger Dietmar Munier, der das Magazin herausgibt. Der Anspruch des Redaktion klingt unverfänglich: "Wir wollen ein Medium sein, das sich nicht auf irgendwelche Ideologien abhebt", erklärt der Chefredakteur Günther Deschner, "sondern sich zuerst um deutsche Interessen der deutschen Bevölkerung kümmert, um das, was die Bevölkerung mehrheitlich empfindet. Deswegen auch der Titel." Das "Deutsche" Nachrichtenmagazin hat die Startauflage von beachtlichen 86.000 Exemplaren. Im Heft wird Stimmung gemacht gegen Multikultur, demokratische Politiker und Globalisierung. Dagegen setzt das Magazin eine angeblich heile Struktur gesunder ethnisch getrennter Völker. Das Landesamt für Verfassungsschutz Schleswig Holstein hat das Heft im Blick. Für den Inlandsgeheimdienst stellt das Magazin eine neue Strategie der Rechtsextremen dar, eine neue Qualität rechter Agitation: "Alle anderen Blätter sind nicht erfolgreich", erklärt Horst Eger, Leiter des Landesamts für Verfassungsschutz in Schleswig Holstein. "Sie sind Nischenprodukte gewesen, die in der Gesellschaft keinen Zugang gefunden haben. Hier wird offenbar technisch sehr geschickt, der Versuch unternommen, neue Kunden zu erreichen und damit eine ... |