| Das Phämomen Sucht. Lange wurden Suchtkrankheiten nur auf ihre körperlichen Folgen hin untersucht, wurde die Sucht als ein Verhalten gesehen, das von der Kontrolle des einzelnen Menschen abhängt und durch Verhaltenstherapien behandelbar ist. Doch Rückfallquoten um fast 90 Prozent bei Alkoholikern zeigen, dass die Erforschung der Suchtkrankheiten lange noch nicht abgeschlossen und aufgrund der hohen volkswirtschaftlichen Folgekosten sogar dringend notwendig ist. Nicht nur Drogen, die körperlich und psychisch abhängig machen, wie Alkohol, Heroin, Nikotin oder Medikamente spielen eine Rolle. Ganz alltägliche Begriffe wie Spielsucht, Internet-, Arbeits- oder Kaufsucht zeigen, dass auch Verhalten abhängig machen kann. Der Weg in die Sucht geht oft schnell. Die Volksdroge Nummer Eins ist der Alkohol. Und diejenigen, die trinken, werden immer jünger: Ein Viertel der 12- bis 17-Jährigen in Deutschland säuft bis zum Umfallen. Mediziner und Wissenschaftler sind sich heute einig -- Sucht ist eine „echte" Krankheit, die auf nachweisbaren Veränderungen im Gehirn beruht. Die Suchtstoffe wirken auf den sogenannten „präfrontalen Kortex" des Gehirns ein und schaffen dort ein Suchtgedächtnis, das nicht ohne weiteres veränderbar ist. www.jugend-suchthilfe.de |