| Reportagen, Gespräche und Dokumentationen Der in Geldnöten steckende Staatsfonds Dubai World will Investoren und Gläubiger mit einem umfassenden Sanierungsplan bei der Stange halten. Damit dieser Plan so aufgeht, wie die Scheichs und ihre Berater es sich vorstellen, müssten die Banken den angeschlagenen Unternehmen des arabischen Konglomerats allerdings einen Zahlungsaufschub gewähren. Dubai World teilte mit, der Fonds verhandele bereits mit Gläubigerbanken über die Umschuldung von Krediten in Höhe von 26 Milliarden Dollar. Von der Umstrukturierung des Unternehmens sind den Angaben zufolge die Holding sowie die Immobilientöchter Nakheel und Limitless World betroffen. Erstmals ist auch die Rede davon, dass der Konzern Teile seines Anlagevermögens verkaufen will. Die Regierung des Emirats, das Teil der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) ist, hatte zuvor erklärt, nicht bereit zu sein, für die Schulden von Dubai World einzustehen. Der Herrscher von Dubai, Scheich Mohammed bin Raschid al-Maktum, sagte: "Die internationalen Reaktionen auf das, was in Dubai passiert, zeigen, dass viele nicht verstehen, wie die Dinge hier laufen." Besonders drängend sind die Probleme derzeit bei Nakheel. Das Unternehmen, das mit der künstlichen Insel in Palmenform international bekanntgeworden war, müsste eigentlich am 14. Dezember einen "Sukuk" (islamische Anleihe) in Höhe von sechs Milliarden Dollar zurückzahlen. Dubai World hatte für einen Schock an den Märkten gesorgt, als das Konglomerat ... |