| In dem Buch "Roman eines Schicksallosen" verarbeitet der Autor "Imre Kertész" durch die Figur des jungen Protagonisten "György Köves" seine eigenen Erfahrungen, die er als 15-jähriger in den Konzentrationslagern Auschwitz und Buchenwald gemacht hat. Er wurde im Jahre 2002 mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet, und schrieb ebenfalls das Drehbuch zu dem hier gezeigten Film (der 2005 in die Kinos kam). Aus Gründen die sich mir absolut nicht erschließen, wurde der Film von den meisten europäischen Kritikern geradezu in der Luft zerfetzt. Dabei ist für mein Empfinden ein äußerst einfühlsamer Film entstanden, der zwar tatsächlich weitestgehend auf direkte Gewaltszenen verzichtet, aber dafür um so intensiver die indirekte Gewalt darzustellen vermag, wie beispielsweise Hunger, Durst, Krankheit oder die totale Erschöpfung durch Sklavenarbeit und Schikanen (wie diesem völlig sinnlosem Appellstehen). Den Vorwurf, die Charaktere bestünden größtenteils aus Stereotypen und die Schauspieler würden zu Pathos neigen, kann ich wirklich nicht nachvollziehen, und auch die Filmmusik finde ich keineswegs "gefühlsbombastisch". Weder an dem Buch- und Drehbuchautor "Imre Kertész", noch an dem Regisseur "Lajos Koltai", und schon gar nicht an dem 13-jährigen Hauptdarsteller "Marcell Nagy" habe ich irgendetwas auszusetzen. Wenn ihr mich fragt, ist dies ein absolut sehenswerter und gelungener Film, wie seht ihr das ??? |