| de.euronews.com Alle Jahre wieder: Das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker ist altbekannte und -bewährte Tradition. Weniger bekannt ist, dass in diesem Spitzenorchester Können und Erfahrung von Generation zu Generation weitergegeben werden, oft sogar innerhalb derselben Familie - ähnlich wie bei den Künstlern der Renaissance. Auch bei Familie Tomböck ist das der Fall: Vater, Sohn und Enkel spielen oder spielten im Philharmonischen Orchester. Fast eine gewöhnliche Familie. Fast. "Ich erinnere mich, wie ich als Kind mit meinem Bruder unter dem Flügel gespielt habe, und meine Mutter spielte Chopin oder Schubert und fragte uns immer: Ist es zu laut ? - Wir spielten da unten mit unseren Matchbox-Autos. Nein, nein, es ist ok", erinnert sich Wolfgang Tomböck junior. Wolfgang Tomböck senior kam nach dem Krieg zu den Wiener Philharmonikern, sein Leben lang spielte er Horn. Wolfgang junior ist seit Jahrzehnten Solo-Hornist bei den Philharmonikern, Enkel Johannes spielt dort Erste Geige. Wolfgang senior, längst im Ruhestand, erzählt: "Mein Enkel ist jahrelang zu mir gekommen. Dann hab ich ihn viel begleitet am Klavier, also seine Violinsonaten und -konzerte, was er gespielt hat. Er ist vier-, fünfmal in der Woche zu mir gekommen, und ja, das Resultat jetzt ist höchst erfreulich für mich." Wiener Philharmoniker in der dritten Generation: Ist das eine Ehre oder eher eine Erblast? Johannes Tomböck erklärt: "Mein Vater hat mich niemals dazu gedrängt, in dieses Orchester ... |