| Die Vorstöße sind massiv und spektakulär: Morgens in der Frühe rücken Stoßtrupps von Zollbeamten an, umstellen Firmengelände und durchkämmen Unternehmen bis in den letzten Winkel. So geschehen in groß angelegten Aktionen mit über 450 Zöllnern in fünf Bundesländern, die zum Beispiel Handelsketten wie Netto filzen. Der Zoll verdächtigt die Unternehmen, rechtswidrige Verträge für Lagerarbeiter und Staplerfahrer abgeschlossen und Tariflöhne erheblich unterschritten zu haben. Doch der gravierendste Vorwurf: sie hätten auch Beiträge zu Sozialversicherungen hinterzogen. Dafür drohen immerhin bis zu fünf Jahre Gefängnis. "Verfassungsrechtlich bedenklich!" urteilt der Jurist Prof.Dr. Hansjürgen Tuengerthal von der "ARGE Werkverträge und Zeitarbeit" aus Mannheim. |