| de.euronews.com Bankenkrise, Rezession, Haushaltsdefizite - in der Eurozone brodelt es seit Monaten gewaltig. Einer derjenigen, die fieberhaft an der Lösung der Probleme arbeiten, ist Olli Rehn. Der Finne ist seit Anfang 2010 EU-Kommissar für Währung und Wirtschaft. euronews-Korrespondent Paul Hackett hat mit ihm gesprochen: euronews: "Kommissar Rehn, die Leitlinien für die Wirtschaft, die hier in Brüssel und auch in Berlin verfolgt werden, scheinen in diesem Monat von den Wählern in Frankreich und Griechenland abgelehnt worden zu sein. Meinen Sie nicht, es wäre Zeit, daran etwas zu ändern?" Olli Rehn: "Ich denke, es ist wichtig, dass wir in Europa jetzt Haushaltskonsolidierung und Wachstum kombinieren." euronews: "Was meinen Sie genau mit Wachstum? Wachstum ist wie Weltfrieden, jeder will es, aber was ist das genau?" Olli Rehn: "Das ist genau das Problem in der laufenden Debatte, und deshalb müssen wir es inhaltlich füllen und den Menschen erklären, wie Wachstum zustande kommt. Unserer Meinung nach müssen wir auf dem Weg der Sparmaßnahmen bleiben. Denn es kann kein Wachstum geben, wenn wir auf alte Schulden neue Schulden draufsatteln." euronews: "Es geht also um weitere Einsparungen?" Olli Rehn: "Wenn Sie mir zuhören, werde ich es Ihnen erklären. Zunächst müssen wir am Kurs der Haushaltskonsolidierung festhalten. Und parallel dazu müssen wir uns verstärkt darum kümmern, dass mehr investiert wird, damit sowohl öffentliche als auch private Investitionen in Schwung kommen ... |