| de.euronews.com "Was haben wir denn aus der Krise gelernt, wenn wir riskante Geldgeschäfte zulassen - neben den geregelten und soliden?" Michel Barnier versucht, die Finanzindustrie zu zähmen - seit gut zwei Jahren ist er EU-Kommissar für Binnenmarkt und Dienstleistungen. Eine sportliche Herausforderung, aber Barnier kommt schließlich aus der Gegend der Olympiastadt Albertville. Weiteres Mammutprojekt: Die Vollendung des Europäischen Binnenmarktes -als Balanceakt zwischen Sparzwang und Wachstum. Audrey Tilve, euronews: "In der Europäischen Kommission sind Sie einer der Vorkämpfer gegen die Krise und ihre Ursachen, davon später mehr. Aber zuerst zum Frust der Europäer über das Dogma eines harten Sparkurses. In den Niederlanden ist kürzlich die Regierung darüber gestolpert. Ist jetzt Zeit zum Nachdenken über diesen bedingungslosen Gewaltmarsch? Inzwischen finden viele Wachstum wichtiger..." Michel Barnier: "Was man den Sparkurs nennt, den jetzt verschiedene Länder verfolgen, soll die Defizite reduzieren und letztendlich die Schulden. Und dieser Sparkurs oder diese Härte ist umso einschneidender, je schlechter Länder die vergangenen 20 oder 30 Jahre gemanagt wurden. Da wurden Blankoschecks oder windige Wechsel auf künftige Generationen ausgegeben, wurde mehr verpulvert als man einnahm. Heute ist das nicht mehr so leicht und muss schnell anders werden. Wenn diese Länder - nicht nur Griechenland - sich nicht die Mühe machen, ihre Finanzen in den Griff zu bekommen, dann leiht ... |