| Abendschau vom 19.07.2008 NPD in Lankwitz Die Rechtsextremen haben ihre Stärken normalerweise da, wo die Menschen schwach sind. Auch Berlin ist NPD und Co vor allem in sozialen Brennpunkten aktiv. Das beschauliche Lankwitz blieb von den Rechten bislang verschont. Genau dort aber hat die NPD am Samstag eine öffentliche Veranstaltung gegen den Widerstand der Lankwitzer abgehalten. Am Samstagnachmittag ist die Gallwitzallee in Lankwitz eine Hochsicherheitszone. Weiträumige Absperrungen gibt es dort, wo sich sonst Senioren zum Tanztee treffen. Nur dass die Musik heute anders ist. Die Anwohner sind irritiert. Öffentliche Räume als Veranstaltungsorte wählen, ist eine bewusste Strategie, um Duftmarken auch dort zu setzen, wo die Rechtsextremisten schwach sind, wie im konservativen Berliner Südwesten. Das erfordert eine weite Anreise für so genannten Nationalen Autonomen, die zumeist aus den Ostbezirken kommen. Darunter sind auch Gewaltorientierte, die offenkundig eng mit der NPD liiert sind. Die Partei hat die öffentliche Veranstaltung angemeldet und der Bezirk musste ihr das Seniorenzentrum überlassen. Die Themen sind unter anderem die „Ausländerheimreise" und, so fordert der NPD-Bundesgeschäftsführer, die Umbenennung von Straßen nach SA-Größen. Diese offenen Bekenntnisse zum Nationalsozialismus stoßen auf Widerstand bei den Lankwitzern. Ein paar Straßen wollen es die Anwohner nicht hinnehmen, dass Rechtsextremisten sich in ihrem Kiez treffen, noch dazu in bezirkseigenen Räumen ... |